Die "Knödelesserin" in der Burgkapelle Hocheppan

Samstag, 06. Apr. 2019 - Sonntag, 03. Nov. 2019
Burg Hocheppan

Führung Ein besonderer Zeuge aus längst vergangenen Tagen ist die Burgkapelle im Süden der Burganlage Hocheppan, die sogenannte „Sixtinische Kapelle der Alpen“. Obwohl sie schon im Mittelalter, um 1131 geweiht wurde, sind sowohl ihre Architektur, als auch die Malereien beinahe vollständig und sehr gut erhalten. Die romanischen Fresken aus dem 13. Jahrhundert zeigen typische Motive aus der Zeit der Entstehung der Burg, wie z.B. eine Jagdszene oder die berühmte „Knödelesserin“. Des Weiteren gibt es Fresken mit Szenen aus dem Leben Jesu und der Apostel, die zu den Besterhaltenen Tirols zählen. Dass wir diese heute bestaunen können, ist deren Freilegung 1926 zu verdanken, denn jahrhundertelang waren sie übermalt.

 

Was hat es mit der "Knödelesserin" auf sich? In der Verkündigung nähert sich der Erzengel Gabriel Maria mit einem Botenstab. Er segnet sie und verkündet ihr die Geburt Jesu. Maria ist stehend und mit einer Spindel in der Hand dargestellt. Die anschließende Heimsuchung besticht durch die innige Umarmung von Maria und Elisabeth. In der Geburt Jesu ist der byzantinische Einfluss (liegende Maria) besonders deutlich zu erkennen. Im rechten unteren Bildbereich taucht eine Magd auf, die mit einer Pfanne, die sie über ein Feuer hält, abgebildet ist. Das ist die legendäre „Knödelesserin“ von Hocheppan. Vermutlich hat der Maler hier ein Motiv im Zusammenhang mit den Hl. Drei Königen, die der Maria goldene Kugeln brachten, falsch interpretiert.

 

Informationen & Öffnungszeiten:

 

Burg Hocheppan
Hocheppanerweg 16
39050 Missian

tel. 0039 0471 662206
info@eppan.com

www.hocheppan.it

 

06.04.-03.11.2019: Do-Di 10.00 - 18.00 Uhr, Mi geschlossen

01.10.-31.10.2019: Mo-So 10.00 - 18.00 Uhr

Führungen werden stündlich zwischen 11.00 und 16.00 Uhr in deutscher, italienischer und englischer Sprache angeboten.